Folge 12 - Beim untenstehenden Text und den Personen aus der Susi-Sorglos-Reihe handelt es sich um freie Erfindung, wobei - unter Umständen - rudimentäre Wahrheiten mit eingeflossen sein könnten.
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Name der Hauptfiguren
Mariella (Melli) Mehr
Tatjana (Tati) Trost
Friederike (Fritzi) Fromm
Rosalie (Rosi) Ruhig
Susanne (Susi) Sorglos
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Folge 12: Neues Jahr, neues Glück!
Es war Januar. Winter also, bitterkalt und dunkel. Das Handy piepste plötzlich und völlig unerwartet, Susi starrte auf Fritzis aufpoppende Nachricht:
Hi - lange nicht gesehen. Geht's gut?Treffen heute um 18.00 Uhr im Café Kunstmuseum, müssen reden. Dringend.
Typisch Fritzi, herrlich spontan und unkompliziert. Und es klang ja auch vielversprechend. Pünktlich um 18.00 Uhr bestellten beide in besagtem Café am Holztischchen sitzend einen Tee und schnatterten wild drauflos.
Fritzi wollte Susi doch tatsächlich mit einem Bekannten - immerhin der Chef ihres Mannes - verkuppeln. Susi war sprachlos. Nie dagewesen und völlig unromantisch!
Einiges an Überredungskunst später sagte Susi zu, den Typen wenigstens mal zu treffen. Er sei Kunstliebhaber und besonderer Kenner eines namhaften zeitgenössischen schweizer Malers, schwärmte Fritzi und sie würden den ja prompt selber daten, aber gehe ja nicht, weil glücklich verheiratet.
Zuerst erhielt der Kunstliebhaber von Fritzi Susis Handynummer. Die erste Nachricht liess nicht lange auf sich warten. Piep.
Rasch waren beide im Gespräch über dies und das und die Kunst im allgemeinen und war auch Susi von besagtem zeitgenössischen schweizer Maler total hin und weg. Sie hatte einige Bilder gegoogelt. Wow! Unglaublich und voll ihr Geschmack!
Na, ob das auf den Typen auch zutreffen würde? Jedenfalls gingen immer mehr Textnachrichten hin und her, stundenlang. Wie toll, wie verheissungsvoll. Noch nie dagewesen, tatsächlich.
Spontan besuchte Susi eine Ausstellung des Malers und war total begeistert von den Bildern. Ist sie heute noch. Das erste Treffen mit dem Kunstliebhaber beim Thailänder zum Essen war auch ganz formidabel. Kurz darauf wurde er dann krank und musste ihn Susi zuhause besuchen und Medikamente und Suppe abliefern.
Bei dieser Gelegenheit konnte sie die Kunstwerke in der Wohnung bestaunen, die doch wahrlich unschlagbar (teuer) waren. Auf jeden Fall waren sie wirklich beeindruckend und wollte Susi sie gar nicht mehr verlassen. Also die Bilder, nicht den Kunstliebhaber.
Am Ende dieses so besonderen Jahres war Susi quasi Kunstexpertin, aber den Kunstliebhaber hatte sie nicht mehr weiterverfolgt. Der war definitiv zu kompliziert, draufgängerisch und unstet.
Das war aber wirklich egal, denn schon war wieder ein neues Jahr in den Startlöchern und wie sagte Susis alte Arbeitskollegin immer: Neues Jahr, neues Glück - oder so ähnlich!
